Richter: „Neues Rathaus doch nicht notwendig“

In der vergangenen gemeinsamen Sitzung von Wirtschafts- und Bauausschuss stand die Raumplanung eines zukünftigen Verwaltungssitzes auf der Tagesordnung.  Bürgermeister Jürgen Hemberger (FWG) erklärte dabei die durch ihn gemachte Vorlage sehr detailliert. Er begründete Größe und Anzahl einzelner Büros, wies in dem Zusammenhang auf das zu erwartenden Bevölkerungswachstum in Dallgow und dem damit einhergehenden Anstieg der Mitarbeiter in der Kernverwaltung hin.

Teile der Verwaltung will Hemberger in dem jetztigen Verwaltungssitz belassen, bzw. dort unterbringen. Damit käme er einer Hauptforderung nach, dass das alte Gebäude auf jeden Fall weitergenutzt werden soll.

Die Liberalen haben sich von Anfang an gegen eine neue Planung für ein Rathaus ausgesprochen, davon ist der Dallgower FDP-Vorsitzende Sven Richter auch nicht abgewichen. Er fühlte sich nach den Ausführungen Hembergers  in seiner Haltung sogar bestätigt. Denn im März  hat die Gemeindevertretung mehrheitlich die Eckpunkte für ein neues Rathaus beschlossen. Erarbeitet wurde seitdem nur die Raumplanung – und selbst die lag damals größtenteils schon vor. „Da bisher in zehn Monaten eineinhalb DinA4 Seiten alles sind was ich in diesem Zusammenhang an Unterlagen gesehen habe, kann ein Rathausneubau nicht so eilig sein! Denn wäre dringender Handlungsbedarf, dann wäre doch wohl schon deutlich mehr passiert…!”

Richter kritisierte auch die vorgelegte Raumplanung, er bezeichnete sie als innovationslos und nicht zukunftsorientiert. Als Beispiel nannte er ein fehlendes Bürgerbüro, dass heute fast zum Standard gehört.

Der Vorsitzende der CDU/FDP-Fraktion Jörg Vahl wies auf einen Umstand hin, der bisher fast untergegangen war:  Beschlossen wurde ein Kostenrahmen von 3,3 Mio. € - kalkuliert wird im Haushalt 2012 aber bereits mit 4,8 Mio. €. Michael Hornhardt (CDU) legte nach und sieht in der Planung die Wünsche der Politik nicht umgesetzt und bezeichnet den Entwurf als „visionslos“!

Die Bündnisgrüne Petra Budke bemängelte die überdimensionierten Raumgrößen und verwies auf das Büro eines Referenten im Potsdamer Finanzministerium, das deutlich kleiner ist als der Arbeitsplatz eines Dallgower Amtsleiters werden soll.

Auch Lothar Ladewig (FWG) spart nicht mit Kritik: Ihm reicht eine einfache Raumplanung nicht aus, er wünscht sich einen begleitenden Architekten, stellte aber auch klar: “Der Bürgermeister hat noch ein Jahr und baut nicht für seine Zukunft…!“

 

Kommentar schreiben